Mehr als nur ein Urlaub: Wohnen in Florida

Mehr als nur ein Urlaub: Wohnen in Florida

vom 13. Mai 2019    von Simone Milz    Aktuelles Allgemein Shopping Wissenswertes

Ein Urlaub in Florida ist ein echtes Abenteuer, für das man sich durchaus ein paar Wochen Zeit nehmen sollte. Manchmal wird aus dem Urlaub aber auch ein längerer Aufenthalt. Ein Auslandspraktikum in Amerika macht sich beispielsweise hervorragend im Lebenslauf. Auch ein vorübergehender oder sogar dauerhafter Wechsel des Arbeitsstandortes kann ein Grund dafür sein, um mehr als nur ein paar schöne Urlaubswochen in Florida zu verbringen. Ein längerer Aufenthalt an der Atlantikküste will allerdings ganz anders vorbereitet sein als eine Urlaubsreise. Diese Aspekte gilt es zu bedenken, wenn Florida für eine Weile zum zweiten Zuhause werden soll.

Visa und Co.: Was ist nötig, um länger in Florida bleiben zu dürfen?

Die Einreise nach Florida ist für deutsche Staatsangehörig ohne Probleme möglich. Mit einem gültigen Reisepass ist kein zusätzliches Visum erforderlich. Liegt kein gültiger Reisepass vor, ist die Einreise auch mit einem vorläufigen Reisepass oder einem Personalausweis möglich. Diese Dokumente müssen allerdings durch ein gültiges Visum ergänzt werden. Kinder können mit einem gültigen Kinderreisepass in Kombination mit einem Visum nach Florida einreisen. Reisepässe müssen nach dem Ausreisetag noch weitere sechs Monate gültig bleiben, um bei der Einreise problemlos anerkannt zu werden. Eine entsprechende Übereinstimmung wird von den örtlichen Behörden in der Regel bereits bei der Einreise überprüft.

Seit 2005 nimmt Deutschland am US Visa Waiver Programm teil. Das bedeutet, dass deutsche Staatsangehörige, die im Bereich Tourismus, Business oder Transit nach Amerika einreisen möchten, dafür kein Visum benötigen. Es genügt ein elektronischer Reisepass, der mit einem Chip versehen ist. Hinzu kommt eine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA). Die elektronische Einreisegenehmigung sollte spätestens 72 Stunden vor der geplanten Einreise online beantragt werden und kostet derzeit ungefähr 15 US-Dollar.

Der große Vorteil der ESTA: Die Erlaubnis behält zwei Jahre ihre Gültigkeit oder so lange, wie der Reisepass der beantragenden Person gültig ist. In diesem Zeitraum dürfen beliebig viele Ein- und Ausreisen getätigt werden, sofern die maximale Aufenthaltsdauer jeweils 90 Tage nicht überschreitet.

Wer sich längere Zeit in Florida aufhalten möchte, braucht in gültiges Visum. Für einen längeren Zeitraum gilt die Grenze von 90 Tagen. Jeder Aufenthalt, der darüber hinausgeht, fällt nicht mehr in den Bereich Tourismus, Business oder Transit. Hierzu erläutert das Auswärtige Amt:

„Bei Ablehnung des ESTA-Antrags sowie bei anderen als den o.a. Besuchszwecken (etwa Arbeits- oder Au-Pair-Aufenthalte, Austauschprogramme, Sprach -/ Forschungsaufenthalte, Eheschließung mit anschl. Niederlassung / Einwanderung in die USA etc) ist grundsätzlich die Einholung eines Visums erforderlich.“

(Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de)

Für alle längeren Aufenthalte, die nicht dazu dienen, einen dauerhaften Wohnsitz in den USA anzunehmen, ist ein Nicht-Einwanderungsvisum zu beantragen. Darunter fallen zum Beispiel

  • Urlaube und Geschäftsreisen, die länger als 90 Tage dauern
  • Eine befristete Beschäftigung
  • Ein Studium oder Auslandssemester oder ein längerfristiger Austausch im Rahmen von Ausbildung oder Studium
  • Ein Aufenthalt für Diplomaten und Regierungsangestellte, der länger als 90 Tage andauert
  • Ein Visum für Treaty Trader und Investoren

Die Beantragung des jeweils passenden Visums kann online über die Seite der amerikanischen Botschaft und der Konsulate erfolgen. Kosten für ein Visum variieren je nach Art zwischen 144 und 238 Euro.

Wäsche waschen im Waschsalon

Keine Frage, die Amerikaner lieben ihre Waschsalons. Es gibt überall Läden, in denen die Wäsche zu verhältnismäßig günstigen Preisen gewaschen und getrocknet werden kann. In jeder großen und fast jeder kleineren Stadt gibt es mindestens einen Laundromat oder Guest Laundry.

Die meisten Waschmaschinen in den USA sind Toplader. Im Hinblick auf die Temperatur- und Programmwahl sind die Amerikaner allerdings deutlich weniger verwöhnt als wir. Es gibt nur wenige Einstellungen und besonders empfindliche Kleidung sollte aufgrund der mangelnden Auswahl an Pflegeprogrammen lieber per Hand gewaschen werden. Trotzdem kann es helfen, sich beim Vorsortieren der Wäsche die gängigen in Deutschland verfügbaren Waschprogramme vor Augen zu halten und die Wäsche dementsprechend vor dem Gang in den Waschsalon in empfindlich und weniger empfindlich vorzusortieren.

Das Wäschewaschen im Waschsalon ist verhältnismäßig günstig. Die Maschinen werden mit Quatern bedient, also 25 Cent-Stücken. Je nach Anbieter müssen vier bis maximal acht Quater eingeworfen werden, um einen einstündigen Waschgang zu starten. Durch Nachwurf einzelner Quater kann der Waschgang entsprechend verlängert werden. In jedem guten Laundromat stehen Automaten zur Verfügung in denen ganze Dollar in Quater umgetauscht werden können. Waschmittel und andere Zugaben können entweder selbst mitgebracht oder vor Ort an Automaten gekauft werden. Rund einen Dollar kostet das Waschmittel für eine Waschladung.

Wohnen in Florida

Es gibt zwar eine Vielzahl von Hotels unterschiedlichster Kategorien in Florida, für einen längeren Aufenthalt sind sie aber oft nicht geeignet. Günstiger ist meist eine Langzeitmiete. Dafür stehen in Florida sowohl zahlreiche Apartments als auch Ferienhäuser und möblierte Zimmer zur Verfügung.

Tatsächlich ist Wohnraum in Florida günstig zu bekommen. Die Immobilienkrise, die den Sonnenstaat überschwemmt hat, hat die Miet- und Kaufpreise um bis zu 30 Prozent sinken lassen. Allerdings sollten sich Wohnungssuchende nicht zu früh freuen, denn Florida wartet gleichzeitig mit vergleichsweise hohen Nebenkosten auf. Diese werden bei den meisten Vermietern in Form einer Pauschale mit den Mietkosten abgerechnet. Es empfiehlt sich also, trotz günstiger Angebote ein eher überschaubares Objekt zu mieten, um auch die Nebenkosten auf einem bezahlbaren Niveau zu halten. Natürlich hängt die Höhe der Nebenkosten von der Gegend ab, in der die gewählte Unterkunft liegt.

Die Stromkosten sind in Florida günstiger als in Deutschland. Dafür kann eine Anbindung an das städtische Wasser- und Abwassernetz kostenintensiver ausfallen. Im Hinblick auf Telefon, Internet und Mobilfunk sind deutlich höhere Kosten anzusetzen als hierzulande. Das Fernsehen lassen sich die Anbieter in Florida ebenfalls gut bezahlen. In den meisten Regionen können nur wenige Standardsender kostenfrei empfangen werden. Die meisten privaten Sender und spezielle Angebote können hohe monatliche Kosten verursachen. Hier lohnt sich gründliches Vergleichen.

Über deutsche Immobilienanbieter können Apartments, Wohnungen und Häuser angemietet werden. Deutlich größer ist die Auswahl bei lokalen Anbietern. Für Studenten, Schüler im Austauschprogramm, Sprachreisende und Praktikanten lohnt sich auch ein Blick auf die örtlichen Wohnheime und Campusangebote. Für gewöhnlich können entsprechende Unterkünfte über die Gastgeberuniversität selbst oder über die Heimatuniversität erworben werden. Eine Übersicht über die beliebtesten Studentenwohnheime in Florida gibt es hier.

 

Bildquelle:

Abbildung 1: @ Holgi (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ Pexels (CCO-Lizenz) / pixabay.com

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