Der Locksmith

Der Locksmith

vom 18. Juli 2013    von Simone Milz    Reiseberichte

Eines schönen Abends saßen wir auf der Terasse unseres schönen Ferienhauses. Wir hatten schon das Abendessen hinter uns gebracht und wollten nun gemütlich vom Ausflug vom CORKSCREW SWAMP SANCTUARY entspannen. Wir hatten für diesen Abend auch wieder im Publix eingekauft und ich wollte in der Küche noch für jeden eine Portion Eis vorbereiten.

Gesagt, getan. Ich bin also nun in die Küche gegangen und habe natürlich die Tür zur Terasse hinter mir verschlossen, damit keine Moskitos ins Haus kommen. Denn mit diesen Viechern kämpfte ich leider besonders in diesem Urlaub. Sie wollten mich einfach nicht in Ruhe lassen und so wollte ich zur Vorbeugung die Türen im Haus immer geschlossen halten. Natürlich wollte ich aber auch nicht, dass die ganze Wärme ins Haus zieht und sich für die Nacht alles aufheizt.

Nachdem ich nun unseren Nachtisch vorbereitet habe, bin ich voll bepackt mit den Schüsseln wieder auf die Terasse gegangen und alle haben sich über meine "Eis mit Obst Kreation" hergemacht. Damit auch nun keine Tiere und die Wärme ins Haus kommen, habe ich auch diesmal wieder die Tür verschlossen. Wir saßen noch einige Zeit draußen und unterhielen uns, bis einer wieder ins Haus wollte. Doch seltsamerweise gelang es nicht und die Tür zur Terasse war fest verschlossen. Ich dachte zuerst, das sei ein Witz und sollte nur ein kleiner Urlaubsstreich sein. Doch als ich dann zur Tür ging und diese tatsächlich fest verschlossen war, wurde mir nun doch ein wenig wärmer.

Jetzt war guter Rat teuer, wir hatten auf die Terasse weder den Hausschlüssel noch die Fernbedienung zur Garage mitgenommen, wieso auch, denn die Tage zuvor kamen wir von der Terasse auch immer wieder in das Haus hinein. Wir hatten draußen auch keine Utensilien, die das hereinkommen in unser Ferienhaus ermöglicht hätten.

Die Frage war nun, was sollten wir tun?! Neben uns wohnte der Sheriff, doch in anbetracht der späten Stunde mitten in der Woche, wollten wir diese Möglichkeit nicht unbedingt als erstes nutzen. Also gingen wir zur nahegelegenen Tankstelle und wollten dort Hilfe suchen.

Angekommen an der 7-Eleven schilderte ich der Dame an der Kasse unsere verzwickte Situation und glücklicherweise bot sie mir an, den Locksmith (Schlüsseldienst) zu rufen. So konnte ich wenigstenst sicher gehen, dass dieser auch die richtige Straße findet und wir bald wieder ins Haus können.

Nach dem Anruf trotteten wir wieder - ein wenig niedergeschlagen - zum Haus uns warteten dort in der Einfahrt. Nach circa 20 Minuten kam der Wagen des Schlüsseldienstes in unsere Einfahrt gefahren und der Locksmith war innerhalb einer Minute ganz schnell und ohne größeren Aufwand im Haus.

Meine Dummheit an diesem Abend hat uns dann 90 $ für die Anfahrt und das Öffnen der Tür gekostet. Meine Mitreisenden waren aber so großzügig und beteiligten sich an diesem Ereignis und wir bezahlten dieses Erlebnis aus unserer Haushaltskasse. Den Rest des Urlaubs habe ich immer darauf geachtet, dass der Türknauf beim Schließen der Tür nicht mehr gedreht wird und so musste der Locksmith uns auch nur einmal besuchen.

Wir waren auf jeden Fall wirklich froh, dass die Amerikaner wie immer sehr hilfsbereit waren und der Service sehr schnell war, der Preis war ja letzten Endes auch total in Ordnung, wenn man bedenkt, wie viel so eine Aktion um Mitternacht in Deutschland kosten würde. 

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